Vorteile
Vorteile von Plasmabildschirmen
Der größte Vorteil des Plasmabildschirms ist der sehr hohe Kontrast (maximaler Spitzenkontrast 15.000:1) und die im Vergleich zu LCD-Bildschirmen organischere, röhrenähnlichere Bilddarstellung. Durch die wesentlich schnellere Ansteuerung der Bildpunkte treten bei Plasmabildschirmen keine Nachzieheffekte bei schnellen Bewegungen auf. Weiterhin sackt die Bildqualität – sprich Kontrast und Farbtreue – auch bei schrägen Betrachtungswinkeln nicht ab. Durch die fehlende Hintergrundbeleuchtung zeigen aktuelle Plasmabildschirme auch ein sattes Schwarz. Plasmabildschirme sind im Gegensatz zu Röhrengeräten unempfindlich gegenüber Magnetfeldern. Dadurch lassen sich auch größere Lautsprechersysteme direkt neben dem Bildschirm aufbauen, ohne mit Bildstörungen rechnen zu müssen. Plasmaschirme lassen sich theoretisch in jeder beliebigen Größe herstellen, was bei LCDs und Röhrengeräten aufgrund der Technik nicht der Fall ist.
MehrFunktionsweise
Funktionsweise von Plasmabildschirmen
Anders als LCD-Bildschirme arbeiten Plasmabildschirme nicht mit Flüssigkristall (das funktioniert wie bei einem Handy oder einem Gameboy), sondern mit Bildpunkten, die durch ein explodierendes Gasgemisch (Plasma-Entladung) erzeugt werden. Dabei ist der Aufbau eines Plasmabildschirms relativ einfach:
- Der Zwischenraum zweier Glasplatten wird mit Hilfe von Glasrippen in kleine Kammern unterteilt, die jeweils mit einer Mischung aus Helium, Neon und Xenon gefüllt werden.
- Die vordere Glasplatte wird zusätzlich mit einer dielektrischen Glasschicht, sowie einer Schutzschicht aus Magnesiumoxid überzogen; auf der hinteren Glasplatte sind zwischen den Glasrippen drei verschiedene Phosphore abwechselnd angeordnet, die für die Farberzeugung gebraucht werden.
- Als Phosphore werden Kristalle mit eingelagerten Kationen verwendet, zum Beispiel Calciumhalogenphosphat, das auch in Leuchtstofflampen zu finden ist, oder mit Silberionen aktiviertes Zinksulfid, das für die Blaukomponente eines Fernsehbildschirms sorgt.
- Die Abklingzeiten von Phosphoren, also die Dauer des Nachleuchtens, reichen von einigen Millisekunden bis zu mehreren Stunden. Die kurzen Abklingzeiten werden für Monitore und Plasmabildschirme, die langen für Leuchtziffern benötigt.
Stromverbrauch
Der Stromverbrauch bei Plasmabildschirmen
Je größer ein Plasmabildschirm ist, umso mehr Strom verbraucht er auch. Trotz der Tatsache, dass in den letzten Jahren die Technik auch in punkto Stromverbrauch große Fortschritte gemacht hat, sind Plasmafernseher immer noch sehr energieintensiv. Doch auch hier gibt es inzwischen große Unterschiede, die sich direkt auf Ihre Stromrechnung auswirken können.
Es lohnt sich daher auf jeden Fall, beim Fernsehkauf den Gesichtspunkt des Stromverbrauchs zu berücksichtigen. Hierbei gilt: Je kleiner das Gerät und je einfacher die Ausstattung, desto niedriger wird der Energieverbrauch ausfallen. Bei angenommenen 5 Stunden Betrieb am Tag und mittelfristig kalkulierten 20 Cent Strompreis je Kilowatt-Stunde macht das Mehraufwendungen für Strom von 3,00 Euro pro Monat aus.
Interessant ist übrigens, dass einige Hersteller die Werte für die Leistungsaufnahme ihrer Plasma-Geräte in den Angaben zu den technischen Daten verschweigen. Warum ist das wohl so?
Vorsicht auch vor dem heimlichen Stromfresser Stand-by: selbst im ausgeschalteten Zustand verschwendet der Bildschirm dann Strom. Vergleichen Sie beim kauf von Plasmabildschirmen den Stromverbrauch – das ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern kommt auch Ihrem Geldbeutel zugute. Idealerweise sollten Sie auch Ihre Heimkinoanlage an eine ausschaltbare Steckdose anschließen. So können Sie sicher sein, dass die Geräte nicht still und heimlich ihre Stromrechnung in die Höhe treiben.
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